Podcast: Ölverschmutzungen im Nigerdelta

Im September 2020 hat Amnesty International die englischsprachige Podcast-Reihe „Witness from Amnesty International“ gestartet. In der fünften Folge des Podcasts mit dem Titel „Bodo“ berichtet Mark Dummett, Programmdirektor Globale Themen im internationalen Sekretariat von  Amnesty International, was geschah, als eine kleine Stadt im Nigerdelta es mit Shell – einem Giganten der Ölindustrie aufnahm.

Das Nigerdelta ist eines der größten und wichtigsten Feuchtgebiete der Welt. Das riesige Gebiet mit seinen Bächen, Flüssen und Strömen ist die Heimat von etwa 30 Millionen Menschen, die als Bäuer_innen und Fischer_innen leben und traditionell auf die natürlichen Ressourcen angewiesen sind.

Es ist jedoch auch eine der wertvollsten Ölförderregionen der Welt und gleichzeitig einer der am stärksten verseuchten Orte der Erde. Es gibt jedes Jahr eine große Anzahl von Öllecks entlang der Pipelines. Diese zerstören die Umwelt und damit die Lebensgrundlagen vieler Menschen in der Region

Weitere Informationen zur Folge sowie den Link zum Podcast findest Du auf https://www.amnesty.org/en/latest/campaigns/2020/09/witness-episode-five-bodo/.

Auf https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/nigeria-vor-gericht-shell-und-sein-umgang-mit-menschenrechten findest Du außerdem weitere Informationen über die Rolle von Shell im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen und der Umweltzerstörung im Nigerdelta und zu den Anstrengungen, Shell gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen.

Im Februar 2021 hat ein niederländisches Gericht in Den Haag Shell zu Entschädigungen betroffener Bauern und technischen Schutzmaßnahmen an den Ölpipelines verurteilt. Und kürzlich hat auch der englische Supreme Court entschieden, dass ein Verfahren gegen Shell in England eröffnet werden muss. Dies sind wegweisende Erfolge, über die du hier mehr erfährst:

https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/nigeria-shell-umweltverschmutzung-oel-entschaedigung-erfolg

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2021/02/uk-landmark-ruling-forces-shell-to-face-up-to-its-abuses-in-nigeria/